Deutsches Wandersiegel
Ablauf der Zertifizierung

Der Betreiber eines Wanderweges erteilt einen Auftrag für die Zertifizierung. Dann werden die Wandersiegel-Daten im sorgfältigen Fußdurchgang aufgenommen. Diese Wegeinventur ist allerdings so aufwendig, dass sie nur von geschulten Fachleuten durchgeführt werden kann.
Nach jeder Tour werden sie in den Computer eingegeben und von ihm zu Punktzahlen verrechnet. Als Kurven ausgedruckt, geben sie kilometergenau Auskunft über Qualität und Erlebnis-potenzial des untersuchten Weges, und zwar sowohl im Positiven wie im Negativen. Während Passagen mit hohem Erlebniswert auf der nach oben und unten offenen Skala Gesamtpunktzahlen von +80 und mehr erreichen können, kann sich eine Anhäufung negativer Merkmale in ebensoviel Minuspunkten niederschlagen.
Über die detaillierte Stärke-Schwächen-Analyse hinaus, anhand derer die Qualität solcher Leitwege gezielt verbessert werden kann, bietet das Wandersiegel auch die Möglichkeit einer Qualitätszertifizierung als "Premiumweg". Maßgeblich für die Auszeichnung als Premiumweg ist die durchschnittlich erreichte Punktzahl pro km. Für Tagestouren liegt die Grenze für die Vergabe des Siegels ab 2009 bei +40, für mehrtägige Streckenwege wegen der erhöhten Wahrscheinlichkeit von „Durststrecken“ bei +35, ab 100 km Länge bei 30 Durchschnittspunkten.
Um zu verhindern, dass bei der Berechnung der durchschnittlichen Erlebnispunktzahl herausragende Passagen schlechtere Wegeabschnitte in zu starkem Maße kompensieren, gilt die Maßgabe, dass innerhalb von vier aufeinander folgenden Kilometern die Durchschnittspunktzahl nicht unter die Nullgrenze sinken darf, so dass sich Stärken und Schwächen während einer Wanderstunde mindestens ausgleichen.
Zur Vorbereitung eines Weges auf die Zertifizierung stehen wir gern beratend zur Verfügung.
